zurück Apoplex
allgemeines Schlaganfall, plötzlich auftretenden Durchblutungsstörung im Gehirn mit Nekrosebildung.
Epidemiologie BRD: 60.000 Todesfälle / Jahr, häufig nachts. Stationäre Schlaganfälle: BRD 240.000 / a Die meisten Schlaganfälle treten in hohem Alter auf (2).
Ursachen Hirninfarkt 80-85%: meistens arterielle Embolie z.B. bei Vorhofflimmern Hirnblutung
Hirninfarkt Gefäßverschluss
  • Makroangiopathie
  • Mikroangiopathie
  • Embolien
  • Vaskulopathien
  • Koagulopathien
  • Arteria carotis interna
  • Arteria cerebri media
  • Arteria cerebri anterior
  • Arteria cerebri posterior
  • Arteria basilaris
  • Arteria vertebralis
  • Arteriae cerebelli
nächtlicher Apoplex Patienten wachen mit Ausfällen auf. Zeitpunkt des Verschlusses unsicher.
lakunarer Infarkt kleine subkortikale Infarkte 25%, häufig bei Latinos. Meistens Erkrankung der kleinen penetrierenden Arterien
CADASIL zerebrale, autosomal - dominante Arteriopathie mit subkortikalen Infarkten und Leukenzephalopathie Mutation des Notch3 - Gens auf 19q12 Mit Ende 40 ischämische Apoplexe, Migräne mit Aura, subkortikale Demenz, Apathie
praeklinische Diagnostik FAST - Test
F Face Um ein Lächeln bitten. Das Gesicht wird bei Lähmung einseitig verzogen.
A Arms Arme nach vorne heben, Handflächen nach oben. Bei einer Lähmung können die Arme nicht gehoben werden, sinken oder drehen sich.
S Speech Einen einfachen Satz nachzusprechen. Ist die Spracheverwaschen, handelt es sich um eine Lähmung.
T Time Sofort Rettungsmaßnahmen einleiten. Bis maximal von 4,5 Stunden nach Apoplex sind Thrombolyse oder Rekanalisierung wirksam.
Diagnostik Dünnschicht-CT: Ausschluß Blutung, Bestimmung der Thrombuslänge
Therapie Thrombolyse, Thrombektomie, Stent (1) Voraussetzung:
  • keine Blutung
  • Thrombus <6mm lang
  • Verschluß max vor 3 Stunden
z.B. Alteplase
Taubsches Bewegungstraining „Constraint-Induced Movement Therapy“ (CIMT) Der gesunde Arm wird in einer Manschette vollständig fixiert. Der betroffene Arm wird trainiert.
Quellen 1.) Jansen O, Brückmann H:
Interventionelle Therapie des Schlaganfalls.
Thieme 2011

2.) Nimptsch U, Mansky T.:
Trends in der akutstationären Schlaganfallversorgung in Deutschland: Eine Beobachtungsstudie mit Krankenhausabrechungsdaten von 2005–2010.
Dtsch Arztebl Int 109(2012): 885-92, DOI: 10.3238/arztebl.2012.0885

Links Schlaganfall - Hilfe

Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)

Impressum .....................................................................................Zuletzt geändert am 11.05.2014 15:25