zurück Home Tourette-Syndrom F95.2
allgemeines erkrankungstypischen Störung der Motorik und der Impulskontrolle
Epidemiologie beginnt häufigsten zwischen 3-6 a in der Pubertät meist progredient
Pathologie Veränderungen in den Basalganglien extrapyramidalen Hyperkinesien Ungleichgewicht der Neurotransmitter Dopamin und Serotonin bei Neuronen, die unter anderem an Bewegungsabläufen beteiligt sind
Symptome Einfache motorische Tics
  • Grimassen
  • Naserümpfen
  • Stirnrunzeln
Einfache vokale Tics
  • Artikulieren von Lauten
  • Imitation von Geräuschen
Komplexe motorische Tics
  • Kopropraxie: Präsentieren unwillkürlicher, obszöner Gesten
  • Echopraxie: Wiederholen und Nachahmen von Handlungen und Bewegungen Anderer
  • Palipraxie: Wiederholen eigener Handlungen und Bewegungen
Komplexe vokale Tics:
  • Koprolalie: Neigung, Fäkalsprache zu verwenden
  • Echolalie: reflexartiges Wiederholen gehörter Sätze oder Worte
  • Palilalie: Zwang, eigene Wörter oder Sätze ständig zu wiederholen. Dabei reduziert sich die Lautstärke, während sich die Sprechgeschwindigkeit erhöht.
Auftreten Symptomatik während der gesamten Wachperiode. Nie nachts. Bei Stress höhere Symptomatik Unterdrückung nicht möglich
Komorbidität
  • Restless-Legs-Syndrom
  • ADHS
  • Asperger-Syndrom
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lernschwierigkeiten
  • Hypersexualität
Intelligenz nicht vermindert.
Therapie Dopaminantagonisten Aripiprazol (atypische Neuroleptikum) Risperidon, Sulpirid, Tiaprid (Kinder)
Stressabbau, Verhaltenstherapie, Psychoedukation, Biofeedback, Entspannungstechniken Cannabis: noch keine Evidenz

Teil von

Verhalten Psychologie Psychologie Neurologie, Psychiatrie
Quellen 1.)

Impressum                           Zuletzt geändert am 07.11.2025 12:54