| zurück
Home |
Pneumothorax, PTX |
| allgemeines |
Luft im Pleuraspalt, Lungenkollaps |
| Symptome |
Hustenattacken, Ateminsuffizienz, Angstzuständen |
Akuter Pneumothorax rechts bei Bronchial - Ca.
 |
| iatrogen |
Ein Pneumothorax kann durch folgende ärztliche Eingriffe entstehen: |
- Thoraxpunktion
- Schrittmacher - Implantation
- Port-Anlage
|
| Diagnostik |
Nach Risiko-Eingriffen sollte eine Röntgenaufnahme auch bei asymptomatischen Patienten angefertigt werden. |
- 3 Stunden nach dem Eingriff (der Luftspalt ist erst bei größerer Luftmenge außerhalb der Lunge erkennbar)
- Exspiration (Lunge kleiner, besser abgrenzbar)
- nicht im Liegen (Luft vorn nicht erkennbar)
|
| Spannungs-PTX |
Ventilmechanismus, bei dem bei jedem Atemzug zusätzliche Luft in die Pleurahöhle eindringt. |
Es entsteht Überdruck in der betroffenen Pleurahöhle |
Verlagerung des Herzens |
Kompression der gesunden Lunge |
| Kompression der Vena cava: Kein venösen Rückstromes zum Herzen, akutes kardiales Pumpversagen |
Häufigkeit 5 % der PTX |
Vorsichtsmaßnahme: Bei der PTX-Erstdiagnose mindestens 24h überwachen. |
| Thorax-Drainage |
| Die Insertionsstelle wird sorgfältig desinfiziert, steril abgedeckt |
Lokalanästhesie beim liegenden Patienten.z. B. 20 ml Lidocain 1 %. Bei Bedarf kann der Patient zusätzlich eine Analgosedierung (z. B. Midazolam) |
Der Arm auf der betroffenen Seite wird inter dem Kopf gelagert. |
| Insertion innerhalb des „safe triangle“: zwischen
Hinterrand des M. pectoralis major,
Vorderrand des M. latissimus dorsi und
oberhalb der 5. Rippe |
Beim Mann etwa die Höhe der Mammilarlinie. |
Inzision mindestens 2 cm lang Interkostalmuskulatur mittels Schere parallel zum Rippenverlauf stumpf auseinandergedrängt. |
| Vordringen mit dem Finger in den Interkostalraumund tastet die Thoraxhöhle aus.
Verwachsungen können so ausgeschlossen werden. |
Die Pleura parietalis wird mit dem gestreckten Zeigefinger durchstoßen. Der Finger wird vollständig durch die Wunde eingeführt |
Durch die Inzision wird eine Thoraxdrainage in die Pleurahöhle eingeführt. Kleinlumige Drainagen 14-20 CH. Die Drainage wird so weit wie möglich in die Thoraxhöhle eingeführt. |
| Fixierung mit einer Haltenaht an der Thoraxwand. |
Anschluss eines Thoraxdrainagesystem. Sog 15 cm H2O. |
Röntgen-Thoraxaufnahme mit der einliegenden Drainage nach der Drainage und nach 48h |
| Wenn nach 48h eine Ausdehnungsstörung der Lunge oder ein Pleuraerguss besteht: Konsil Pneumologen oder Thoraxchirurgen. |
Solange die Lunge ein Luftleck zeigt, aus dem Luft aus der Lunge austritt, kann die Drainage ebenfalls nicht entfernt werden, da sonst ein Pneumothorax oder sogar ein Spannungspneumothorax entsteht.
Auch in diesem Fall sollte ein Pneumologe oder Thoraxchirurg konsultiert werden. |
| Nachsorge: |
Nach Spontan-PTX sollte vom Flaschentauchen lebenslang abgeraten werden. |
Erlaubt sind: Aufenthalt in großen Höhen, Flugreise, körperliche Anstrengung |
|
| Konservative Therapie |
- keine Luftnot
- Kollapsvolumen < 20%
|
| Collins-Klassifikation |
Objektivierung der PTX-Größe bei einem Erwachsenen |
p.-a.-Röntgenaufnahme des Thorax in Inspiration |
A: Pleuraabstände in der Thoraxkuppel
B: Pleuraabstände an den Mittelpunkten der oberen Thoraxhälfte
C: Pleuraabstände an den Mittelpunkten der unteren Thoraxhälfte |
A+B+C > 4 cm: Kollapsvolumen > 20 % |
Teil von |
Lunge |
Thoraxerkrankungen |
Medizin |
| Quellen |
|
 |