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Urin - Analyse |
| allgemeines |
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| Teststreifen |
| Combur Test HC (cobas) |
Glukose, Leuko, Nitrit, Protein, Ery, HB |
Ablesezeit 1 m |
Lagerung bei 2-30°C |
| Glucose |
3,3’,5,5’-Tetramethylbenzidin 103.5 ug; GOD 6 U, POD.35 U |
Glucose-Oxidase/Peroxidase-Reaktion (GOD/POD-Methode) |
| Leukozyten |
Indoxylcarbonsäureester 15.5 ug; Methoxymorpholinobenzoldiazonijumsalz 5.5 ug |
Der Test weist Esterasenaktivität von Granulozyten nach.
Diese Esterasen spalten einen Indoxylester zu Indoxyl, das mit einem Diazoniumsalz zu einem violetten Farbstoff reagiert. |
| Nitrit |
3-Hydroxy-1,2,3,4-tetrahydro-7,8-benzochinolin 33.5 ug; Sulfanilamid 29.1 ug |
Der Test beruht auf dem Prinzip der Grieß’schen Probe und ist spezifisch für Nitrit.
Die Reaktion weist Nitrit und damit indirekt nitritbildende Bakterien im Urin durch eine rosa bis rote Verfärbung des Testparameters nach.
Bereits eine schwache Rosafärbung zeigt eine signifikante Bakteriurie an. |
| Protein |
3’,3”,5’,5”-Tetrachlorphenol-3,4,5,6-tetrabromsulfophthalein 13.9 ug |
Der Test beruht auf dem Prinzip des Proteinfehlers eines pH-Indikators. Er reagiert besonders empfindlich auf Albumin. |
| Blut |
3,3’,5,5’-Tetramethylbenzidin 52.8 ug; 2,5-Dimethyl-2,5-dihydroperoxyhexan 297.2 ug |
Die Peroxidase-artige Aktivität von Hämoglobin und Myoglobin katalysiert mithilfe des im Testpapier enthaltenen organischen Hydroperoxids
spezifisch die Oxidation des Indikators, wobei eine blaugrüne Färbung entsteht. |
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| UOSM |
Urin-Osmolalität: 50–1.200 mOsm/kg H2O |
Durchschnittliche renale Molenlast: 10 mOsm/kg KG/Tag (zur Hälfte Elektrolyte und zur anderen Hälfte Harnstoff). |
| UOSM = 50 mOsm/l, 70 kg -> 700 mOsm Molenlast -> kann maximal 14 Liter Urin produzieren ohne Elektrolytverschiebung. |
einseitigen Ernährung (Tea-and-Toast-Syndrom, Beer-drinking-potomania) -> renale Molenlast nur 200 mOsm -> maximal 4 l Urin ohne Elektrolytverschiebung. |
| Na |
DD Nierenversagen
| <20 mmol/l |
praerenales Nierenversagen oder Proteinurie |
| >30 mmol/l |
intrarenales Nierenversagen |
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| Ca |
| Urinausscheidung korreliert mit dem Serumspiegel. |
| >250mg/d = 125mval: |
- Hyperparathyreoidismus
- Vitamin - D - Überdosierung
- akute Osteoporose (Kortisin, Schwerelosigkeit, Immobilisation)
- Sarkoidose
- multiples Myelom
- Knochenmetastasen
- idiopathische Hyperkalzurie
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| Sulkowitch -Reagenz |
2,5g Oxalsäure, 2,5g Ammonium-Oxalat; 5ml Eisessig;
Aqua ad 150ml. Einige Tropfen erzeugen eine Trübung des Urins bei Hyperkalzurie |
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| Glukose |
| Glukosurie |
Hyperglykämie: Bei einem Blutzuckerspiegel über 160-180 mg/dl reicht die maximale Rückresorptionskapazität der Nierentubuli nicht mehr aus:
Glukose wird im Endharn ausgeschieden. |
renale Glukosurie: Reduzierte Kapazität der Glukose-Rückresortion. Angeborene harmlose Störung. |
Im 2./3 der Schwangerschaft Glukosurie ohne erhöhte Blutzuckerwerte bei gesunden Frauen. |
| Nylander Probe |
Nylander's Reagens: basisches Wismutnitrat |
Beim Erhitzen in Anwesenheit von Glukose bildet sich braunschwarzes Wismut |
| Bei Proteinurie muß der Urin vorher durch Zusatz von Essigsäure oder Abkochen und Filtrieren von Eiweiß gereinigt werden. |
Falsch positiv: hohen Penicillindosen, Polyvinylpyrrolidon (Plasmaexpander), PAS, Salicylate, Oxytetracyclin |
| quantitativer Glukose-Nachweis |
Polarimeter |
| Teststreifen |
enthalten Glukoseoxydase. |
Umwandlung von Glukose in Glukonsäure und H2O2. |
Peroxydase verwandelt o-Toluidin und H2O2 in einen blauen Farbstoff. |
Falsch negative Resultate können durch Einnahme größerer Vitamin-C-Mengen zustande. |
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| Ketonurie |
Beim Diabetes mellitus können die infolge des Glykogenmangels vermehrt anfallenden Fett- und Eiweißstoffe nicht vollständig verbrannt werden. |
Der Abbau bleibt z. T. auf der Stufe der Ketonkörper (Azeton, Azetessigsäure, ß-oxy-Buttersäure) stehen. |
Eine Ketonurie kann außerdem im Hungerzustand auftreten. |
| Legal'sche Probe |
Nachweis von Azeton und Azetessigsäure |
5 ml Harn werden mit 2 ccm 5%iger frischer Natriumnitroprussidlösung geschüttelt.
Nach Alkalisierung mit 2 ml 25%ger NaOH überschichtet man den — durch die Beimengung von Kreatinin — roten Harn mit 2 ml konz. Essigsäure. |
Ist Azeton im Urin, entsteht eine burgunderrote Farbe. |
| Lange'sche Probe |
5 ml Harn werden mit einigen Tropfen frischer, konzentrierter Natriumnitroprussidlösung versetzt. |
Man fügt 2 ml Eisessig zu und überschichtet sehr vorsichtig mit Ammoniak. |
Bei Anwesenheit von Azeton tritt an der Berührungsfläche mit Ammoniak ein kräftig violetter Ring auf. |
| Diastase |
= Amylase |
akute Pankreatitis, chronische Pankreatitis, Parotitis |
Bestimmung nach Wohlgemut: Harnverdünnungsreihe. Stärkezusatz.
Nach 30 Minuten Blauprobe mit Lugol'scher Lösung. Amylase zerlegt die Stärke: keine Blaufärbung. |
| Eiweiß |
| Essig-Eiweißprobe |
Ausfällung von Eiweiß in kaltem Urin durch Essigsäure. |
orthostatische (funktionelle) Proteinurie: Vergleich des Eiweißgehalts nach längerem Stehen und Liegen.
Keine Erythrozyturie oder Leukozyturie. |
| Teststreifen |
Tetrabromphenolblau färbt den Streifen mit Eiweiß grün bis blau. |
Falsch positive Resultate bei alkalischer Reaktion des Harns. |
| Sulfosalizylsäureprobe |
saurer, gefilterter Urin wird tropfenweise mit 10-20%ger Sulfosalicylsäure versetzt.
Im eiweißhaltigen Urin entsteht Trübung oder Niederschlag. |
Falsch positive Ergebnisse findet man nach Tolbutamid, hohen Penicillindosen, Polyvinylpyrrplidon (Plasmaexpander) und Kontrastmitteln zur Cholezystographie (?-3 Tage lang). |
| Bence Jones - Eiweiß |
Sandkühler'sche Probe |
Trübung des Urins bei 50-60°C. Bei weiteren Erhitzen löst sich die Trübung auf. |
| Esbach |
Esbach Reagens: Pikrinsäure 10ml + Zitronensäure 20ml, Aqua ad 100ml |
Der Eiweißniederschlag kann mit dem Albuminometer nach Esbach quantitativ bestimmt werden. |
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| Haemoglobin |
PNH |
| Quellen |
1.) , et al.:
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Teil von |
klinische Chemie, Labor |
Biochemie |
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