zurück Home Histamin - Intoleranz
allgemeines Unzureichender Abbau von exogen aufgenommenem Histamin.
Kritik Die Existenz eines eigenständigen Krankheitsbildes muss kritisch hinterfragt werden. Placebokontrollierte , doppelblinde orale Provokationsstudien konnten bei einem Großteil der Patienten mit Verdachtsdiagnose keine reproduzierbaren Reaktionen auf Histamin nachweisen. Die Beschwerden traten unter Placebogabe teils gleich stark oder stärker auf, was auf einen relevanten Nocebo-Effekt hindeutet.[1]
Ursache Hemmung der DAO (Diaminoxidase) im Darm.
Symptome Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Magen-Darmstörungen, Hautausschlag.
häufige Auslöser:
  • Alkoholische Getränke: Rotwein
  • Käse: insbesondere Hartkäse wie Emmentaler, Parmesan
  • Schokolade
  • Salami, andere haltbar gemachte Rohwürste
  • Nüsse
  • Tomaten, Ketchup, Pizza mit Tomatenmark)
  • Erdbeeren,
  • Zitrusfrüchte
  • Sauerkraut
  • Spinat
  • Fisch: Räucherfisch
Nahrung besonders hoher Histamingehalt:
  • Fisch: Thunfisch, Makrele, Sardelle, Fischkonserven
  • Käse: Hartkäse, Emmentaler, Camembert, Roquefort, Brie
  • Hartwurst: Dauerwurst, Salami, Rohschinken
  • Gemüse: Sauerkraut, Spinat, Tomaten
  • Alkohol: Rotwein, Sekt, Weißwein, Bier
  • ferner: Schokolade, Nüsse, Eier, Milch, Ananas, Papayas, Erdbeeren.
Quellen 1.) Brockow K, Franz TM, Saak M et al.:
Nur spezifische Befundkonstellationen indizieren eine Abklärung auf Mastozytose, hereditäre α-Tryptasämie, Histaminintoleranz oder ein Mastzellaktivierungssyndrom.
Allergo J Int. 2026;35:101–108
doi.org/10.1007/s40629-026-00373-z

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Histamin Immunologie: Wirkstoffe und Rezeptoren Immunologie
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