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allgemeines  
Dosierung Die medikamentöse Behandlung von Kindern erfordert große Erfahrung. Im Zweifel sollte immer ein Facharzt für Pädiatrie hinzugezogen werden.
AlterDosis
Erwachsener 1
12 Jahre 2/3
7,5 Jahre 1/2
3 Jahre 1/3
1 Jahr 1/4
6 Monate 1/5
3 Monate 1/6
Kinderkrankheiten Infektionen, die eine lebenslange Immunität hinterlassen und daher fast nur im Kindesalter auftreten.
Oligosaccharide Oligosaccharide 5-10 Gramm pro Liter Muttermilch. Oligosaccharide werden im Darm nicht verdaut und dienen somit nicht als Energiequelle. Sie schützen Säuglinge gegen Bakterien und virale Infektionen und begünstigen die Entwicklung der Darmflora mit nützlichen Bakterien.
nekrotisierende Enterokolitis Häufig bei Frühgeborenen. Geblähter Bauch, Pneumatosis intestinalis, portalvenöses Gas, freies intraperitoneales Gas. Fütterungsintoleranz.
Neonatologie Lehre von den Neugeborenen Frühgeburt Morbus haemolyticus neonatorum
VLBW Very Low Birth Weight-Babies, Geburtsgewicht <1500g.
ELBW Extremely Low Birth Weight-Babies, Geburtsgewicht <1000g.
Intrauterine Dystrophie, IUD Geburt
  • Hohe perinatale Mortalität
  • Asphyxiesyndrom
  • Meconiumaspiration
  • Spontanpneumothorax
frühneonatal
  • Hypothermie
  • Hypoglykämie
  • metabolische Acidose
  • Postasphyxiesyndrom
  • Polycytämie
spät-neonatal
  • Hyperviscositätssyndrom
  • Infektionen / Sepsis
  • Fehlbildungen
Spätere Entwicklung
  • Wachstumsretardierung
  • Fehlbildungen und Folgen
  • Psychomotorische Retardierung
Schreibabies Dreier-Regel von Morris Wessel:
Ein Baby ist ein Schreibaby, wenn es
  • ≥ 3 Stunden am Tag
  • ≥ 3 Tagen der Woche
  • ≥ 3 aufeinanderfolgende Wochen
schreit.
  • 21% der neugeborenen Kinder sind "Schreibabys"
  • unerwünschte Schwangerschaft: 12-fach erhöhtes Risiko
  • Sozial belastete Schwangere: 5,5-fach erhöhtes Risiko
40% der Schreibabies schreien > 3 Monate
FAS fetales Alkoholsyndrom Hypotrophie, Dystrophie, Hypoplasie, hirnorganische Schädigung, kraniofaciale Dysmorphie
ROP Retinopathy of Premature anomale Entwicklung der Retinagefäße Häufiger bei geringerem Geburtsgewicht und geringerer SSW bei Entbindung.
HIE hypoxic-ischemic encephalopathy Folge einer perinatalen Asphyxia. Akute oder subakute Hirnveränderung durch Hypoxie und Azidose.
SIDS Sudden infant death syndrome, plötzlicher Kindstod Todesfälle bei Kindern im ersten Lebensjahr ohne erkennbare Todesursache. Am häufigsten 2.-4. Monat
BRD
1990: 1283 von 905 675 Neugeborenen (0,14%)
 2015: 127 Fälle bei 737 575 (0,017%)
Hauptrisiken
  • Bauchlage
  • rauchende Eltern
  • Überhitzung
AMC Arthrogryposis multiplex congenita Ablagerung von Bindegewebe um betroffene Gelenke, später Fixierung, Kontrakturen, Skelett-Anomalien
Schütteltrauma Häufigste Form der Kindesmisshandlung. BRD: 100-200 Todesfälle bei Säuglingen/a, bei Überlebenden schwere geistige und körperliche Behinderungen schwere Verletzungen an Gehirn und Rückenmark: subdurale Hämatome im Kopf und Rückenmark
Vernachlässigung Signale sind:
  • Schlaf-, Ess-, Schreiprobleme
  • Mangelnde Hygiene
  • Deutliche Verzögerung in der Entwicklung
  • Verhaltensauffälligkeiten (nervös, verschüchtert, aggressiv, apathisch)
  • Unregelmäßiger Kindergarten- oder Schulbesuch
  • Trauriger Blick oder starre Mimik
  • Ringe um die Augen
  • Das Kind trägt meistens durchnässte Windeln
  • Hinweise durch die Kleidung:
    • Entspricht Kleidung der Jahreszeit?
    • Passt die Kleidung oder ist sie zu eng oder viel zu groß?
    • Riechen die Sachen immer muffig?
Bauchschmerz Die diagnostische Abklärung von Bauchschmerz bei Kindern unterscheidet sich gravierend von Erwachsenen. Initiale bildgebende Methode ist die Ultraschalluntersuchung des Abdomens.
IHPS infantile hypertrophe Pylorusstenose
Symbiolact Baby probiotische Bakterienstämme: Pediococcus pentosaceos, Bifidobacterium longum Verändert das intestinale Mikrobiom, reduziert Schreizeit von Säuglingen
Legasthenie Störung im Erwerb und Gebrauch der Schriftsprache. Nicht immer kombiniert mit einer verminderten Intelligenz. Inzidenz: 5% aller Schulkinder. BRD: 35.000 neue Fälle/a.
motorische Entwicklung Aufrecht sitzen: 4 - 13 Monate Gehen: 8,5 - 20 Monate
Vitamin D Rachitisprophylaxe: ab der 2. Woche bis zum Ende des 1.Lebensjahres und im 2.Lebensjahr in den lichtärmeren Monaten von September bis Anfang Mai
1x 500 I.E./d als Tablette Vitamin-D-Tropfen enthalten 667 I.E./Tropfen. Gefahr der Überdosierung größer.
Quellen 1.) Van Rijn RR, Blickmann JG:
Differentialdiagnosen in der pädiatrischen Radiologie.
Thieme 2012

2.) Dalrup-Link HE, Gooding CA:
Pädiatrische Radiologie.
Huber-Verlag 2014

3.) Speer CP, Gahr G:
Pädiatrie.
4. Auflage Springer, 2013, ISBN: 9783642342684

4.) Kurz R, et al.:
Der plötzliche Kindstod.
2. Auflage, Springer 2014

5.) Siegel MJ:
Pediatric body CT.
2. Auflage, Lippincott 2007

6.) Lentze et al.:
Pädiatrie.
3. Auflage, Springer 2007

7.) Kliegman R, et al.:
Nelsons Textbook of Pediatrics.
20th Ed. Elsevier 2015

8.) Deeg K-H, et al.:
Ultraschalldiagnostik in Pädiatrie und Kinderchirurgie.
4. Auflage 2014
Links 1.) http://www.gesundes-kind.de gesundes Kind, Impfschutz
2.) http://www.paib.de Pädiatrie in Bildern
3.) http://www.notfalllineal.deNotfalllineal, dosierungshilfe für praeklinische pädiatrische Notfälle
4.) http://www.gnpi.de Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin
5.) http://www.pseudokrupp.de Pseudokrupp

6.) http://www.nemours.org Nemours, acutely and chronically ill children, Wilmington, Jacksonville, Orlando, Pensacola
7.) http://www.neuropaediatrie.com Deutsche Gesellschaft für Neuropädiatrie

8.) Gesellschaft für pädiatrische Radiologie

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Medizin

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