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Technik der Strahlentherapie 
allgemeines Neben der Strahlenphysik sind zahlreiche Techniken erforderlich, um eine Strahlentherapie korrekt zu applizieren.
Strahlerzeugung Strahlen können durch elektronische Geräte (Beschleuniger, Röntgentherapie) oder durch radioaktiven Zerfall erzeugt werden.
Filterung Das primäre Strahlengemisch muss durch geeignete Filterung von schädlichen Anteilen gereinigt werden .
Flatness Das Strahlenfeld muss in der Fläche gleichmäßig bestrahlt werden.
Ausrichtung Der Therapiestrahl muss in unterschiedliche Richtungen gelenkt werden können.
Kollimation Der Therapiestrahl muss auf die erforderliche Form begrenzt werden.
Multileaf
Multileaf - Kollimator des Beschleunigers Primus von Siemens
Absorber Durch spezielle Absorptionskörper bekommt der Strahl die endgültige Kontur. Absorber können zunächst aus wärmefesten Kunststoffplatten ausgeschnitten werden. Diese bilden die Form für Gusskörper. Eine Schneidemaschine ist z.B. Autimo 2D der Fa. HEK Medizintechnik.
Bolus Flab Hautauflage zu Verminderung des Aufbaueffektes. eXaSkin: hochdichtes Bolusmaterial. Lieferung durch Medical Imaging Systems
Moulage Formkörper zum Ausgleich unregelmäßiger Oberflächen.
Dosierung Das Gerät muss die abgegebene Strahlenmenge dosieren und registrieren.
Positionierung Lagerung, Immobilisierung, Masken, Belly-Board Positionskontrolle Fiducials
Simulator Früher wurde vor einer Bestrahlung jedes Feld unter Röntgendurchleuchtung überprüft.

IMRT

Intensität - Modulierte RadioTherapie statische IMRT, dynamische IMRT, VMAT, Rapid Arc, Tomotherapie
IGRT Image Guided RadioTherapy Moderne Linearbeschleuniger besitzen heute ein eingebautes Cone - Beam - CT. Dieses kann Schnittbilder in 3 Ebenen zur exakten Positionierung liefern.
MGgRT Magnetic resonance guided radiotherapy. Bildgestützte Strahlentherapie unter Verwendung eines MRTs. Der Vorteil besteht darin, dass zur Bildgebung keine zusätzliche Strahlenbelastung erfolgt. Metrology for MGgRT:
Fördererplattform für MR - gestützte Strahlentherapie.
Hochpräzisions - Bestrahlung Stereotaxie Gamma - Knife Dedicated - Adapted linear accelerator
Reaktionsschwellen
und Toleranzgrenzen
Indikationsklassen (IK)
IK 1: Indikationen mit höchster Präzisionsanforderung z. B. einzeitige oder stark hypofraktionierte Bestrahlung von Herden in kritischer Nähe zu Risikostrukturen mittels Hochpräzisionstherapie (Radiochirurgie)
IK 2 Indikationen mit erhöhten Präzisionsanforderungen z. B. Dosiseskalation beim Prostatakarzinom (z. B. mittels IMRT), fraktionierte Bestrahlungen mit möglicher organschädigender Dosis, z. B. in unmittelbarer Nähe zum Rückenmark oder anderen kritischen Organen, auch 3D geplante fraktionierte kleinvolumige Bestrahlung oder fraktionierte Stereotaxie bzw. Körperstereotaxie ohne Nähe zum Rückenmark,
IK 3: Indikationen mit üblichen Präzisionsanforderungen z. B. Beckenbestrahlung beim Rektumkarzinom mittels 3D-konformaler Therapie
IK 4: Indikationen mit geringen Präzisionsanforderungen z. B. Schmerzbestrahlung bei ossären Metastasen ohne Vorbelastung oder Bestrahlung von degenerativen oder entzündlichen Erkrankungen mittels Direkteinstellungen und vereinfachter Methodik der Dosisberechnung.
SSK 2018(1)
IORT, intraoperative Bestrahlung Die intraoperative Bestrahlung besteht in der Applikation von Strahlen mit verschiedenen Techniken während einer Operation direkt durch die Operationswunde.
Portal Imaging Bildgebung des Therapiestrahls.  
Planungs - CT Ein CT in der Körperhaltung der späteren Bestrahlung ergibt ein Model für die Bestrahlungsplanung .
Onkologie - Informationssystem ARIA MOSAIQ Lantis
Identifikation Patientenverwechselungen sind in der Strahlentherapie fatal. Ein Patientenbild auf dem Monitor der Bestrahlungskonsole ist heute Standard und in Sachsen-Anhalt behördlich vorgeschrieben. Ein weitergehendes System bietet z.B. die Firma HumediQ Fa. OPASCA
Bildverarbeitung OnQ rts Bildregistrierungssystem für die bildgestützte Strahlentherapie.
Bunker Labyrinth Bunkertor Raumkontrolle
Absorption Strahlenschutz - Material NeuShield Radiation Protective Plastic
Quellen 1.) Breckow J, für die Strahlenschutzkommission:
Festlegung von Reaktionsschwellen und Toleranzgrenzen für die Prüfung des Gesamtsystems bei der perkutanen Strahlentherapie mit Photonen und Elektronen. Stellungnahme der Strahlenschutzkommission mit wissenschaftlicher Begründung.
291. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 15./16. Februar 2018


Teil von

Radioonkologie
blauer Punkt

Impressum                         Zuletzt geändert am 10.04.2016 10:06