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Therapie von Tumorerkrankungen

allgemeines

Eine Tumorheilung kann durch die vollständige Zerstörung aller Tumorzellen mithilfe einer Operation, einer Strahlentherapie oder einer medikamentösen Therapie erzielt werden.

Ist eine Heilung nicht möglich, so erfolgt eine palliative Behandlung.

Die Begleitsymptome der Tumorerkrankung und der Therapie erfordern eine supportive Behandlung (Analgesie, Antiemese).

Therapierfolg

  • CR: komplette Remission
  • PR: partielle Remission
  • SD: stable Disease
  • PD: progesssive Disease
RECIST-Kriterien EBM, Evidence based Medicine

Therapie spezieller Tumore

Therapie spezieller Patienten

Kinder, Alte, Migranten Begleiterkrankungen: Lebererkrankung, Nierenerkrankung, Diabetes, GefäßleidenSchwangere

Studien

Studien sind die wichtigsten Quellen für klinische Erkenntnisse in der Onkologie. Studiengruppen Alphabetische Liste von Tumorstudien

Nebenwirkungen

Alle Therapieformen von Tumoren haben Nebenwirkungen. Schweregrad und zeitlicher Ablauf sind von zahlreichen Faktoren abhängig. Paraneoplasien sind Begleiterkrankungen, die vom Tumor selbst ausgelöst werden. Bei raschem Tumorzerfall, der Tumorlyse, werden zahlreiche Abbauprodukte in die Blutbahn abgegeben.

Operation

Wenn der Tumor mit einer Operation vollständig entfernt wurde, wird eine Dauerheilung ohne weitere Maßnahmen erzielt. Manche Organe, wie zum Beispiel das Gehirn, können nicht vollständig entfernt werden. Daher wird eine Operation häufig mit anderen Therapieverfahren ergänzt.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie hat gegenüber der Operation in den Vorteil, dass die bestrahlten Organe erhalten bleiben. Sie wirkt allerdings nur dort, wo eine ausreichende Dosis erzielt werden kann. Auch muss die Toleranz der Normalgewebe beachtet werden.
medikamentöse Therapie Zur medikamentösen Therapie gehört die klassische Chemotherapie, die endokrine Therapie, die Targettherapie und die Immuntherapie. Die Wirksamkeit ist überall dort gegeben, wo Blutgefäße sind. Limitierend ist die Wirkung auf gesunde Organe zum Beispiel das Knochenmark.

Körperoberfläche

Die Körperoberfläche wird benötigt, um Zytostatika korrekt dosieren zu können. Hier ein kleines PHP - Programm zur Berechnung der Körperfläche aus Körpergröße und Körpergewicht.
Zytostatika Liste Zytostatika sind Zellgifte die i.d.R. auf dem Blutwege zugeführt werden, um Tumorzellen zu zerstören. Einige Medikamente können auch oral aufgenommen werden.
haematopoetische Stammzellen Allogene oder autogene Stammzelltransplantation.
Endokrin Tumoren, in die von Organen abstammen, welche Hormon - gesteuert sind, lassen sich häufig durch eine endokrine Therapie beeinflussen. Dazu gehören insbesondere das Mammakarzinom und das Prostatakarzinom.
Target Bei der Target - Therapie werden Pharmaka zugeführt, die spezielle Zellenmechanismen, zum Beispiel die Gefäßneubildung oder den Proteinabbau, beeinflussen.
Immun Stimulation der immunologischen Tumorabwehr Immunmodulatoren
Virus Onkolytische Viren können Krebszellen zerstören. Z. Z. noch experimentelle Therapie.

Ablative Therapien

lokale Th. Thermische Th. Hyperthermie Radiofrequenz-Ablation

HIFU

HIPAC Kryotherapie Mikrowellen-Ablation
Nicht - Thermische Th. Brachytherapie Elektroporation Stereotaktische Bestrahlung photodynamische Th.
lokoregionale Th. Embolisationsverfahren

SIRT

TACE
lokale Chemotherapie
Biphosphonate Biphosphonate hemmen den Abbau von Knochen durch Osteoklasten und wirken sich dadurch günstig auf Knochenmetastasen auf.
Antiemese Übelkeit und Erbrechen gehörten früher zu den schlimmsten Therapienebenwirkungen. Heute kann man in diese Symptome wirksam behandeln.
Supportive Th. Die supportive Therapie soll die Nebenwirkungen von Tumoren und deren Therapie mindern, den Allgemeinzustand des Tumorpatienten verbessern und damit helfen das Therapieziel zu erreichen. Die wichtigsten Elemente sind Schmerztherapie, Ernährungstherapie, Antiemese, Anämiebehandlung,  und Psychotherapie.
Palliative Th. Während die supportive Therapie eine kurative Therapie begleitet, strebt die palliative Therapie eine Symptomkontrolle bei solchen Patienten an, bei denen eine kurative Therapie nicht mehr möglich ist.
komplementäre Th. Mistel, Enzyme, Selen, Zink, Immunstimulantien, Ernährungsoptimierung, Körperliche Aktivität, Psychoonkologie
Psychoonkologie Orthomolekulare Th.
Alternative Therapien
CAM Complementary + alternative medicine Complementary Komplementäre Therapie. Zusätzlich zur wissensbasierten Medizin
Alternative Alternative Therapie. Anstelle der wissensbasierten Medizin. (Alternative Fakten)
UCT Unconventional Thx Unbewiesene Außenseitermethoden
unseriöse Therapien In der "Regenbogenpresse" werden zahlreiche Krebstherapien angeboten, die meistens privat bezahlt werden müssen, aber selten wirklich helfen. Hier einige Tipps, wie man unseriöse Therapien erkennen kann.
EBM Evidence based Medicine Jede medizinische Entscheidung sollte auf nachprüfbaren Fakten beruhen. Seit der Aufklärung bemüht sich die medizinische Wissenschaft, den Wahrheitsgehalt von Aussagen zu validieren.
Quellen 1.) Seeber S, Schütte J (Hrsg.):
Therapiekonzepte Onkologie.
5. Auflage, Springer 2007

2.) Pandey RK, et al. (Eds.):
Handbook of photodynamic therapy. Updates on recent applications of porphyrin-based compounds.
World Scientific 2016

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Onkologie
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Impressum                               Zuletzt geändert am 08.06.2017 11:54